Mit dem TrekAscent insulated versucht Vibram (neben dem CVT Wool) auch ein Modell für die kalte Jahreszeit anzubieten.

Gelungen ist das nur sehr bedingt. Beworben wird der TrekAscent als wasserabweisend, wasserdicht ist er keineswegs. Bei feuchten Untergrund bleibt der Fuß noch trocken, aber die kleinste Pfütze genügt, um zwischen den Zehenfächern Wasser einlaufen zu lassen. Auch bei Regen wird die (ansonsten hervorragend klimatisierte) Injinji-Socke sofort nass, ebenfalls bei Schnee, der sich zwischen den Zehen sammelt und durch die Fußwärme auftaut.

Damit es warm bleibt, mußte natürlich mehr Material in den Schuh eingebaut werden. Deshalb sind die Zehenfächer deutlich enger als bei den Sommermodellen, passte mir bisher M44 wie angegossen, mußte ich diesmal Größe M45 nehmen, aber auch da ist der Druck in den Zehenfächern noch hoch. Trotz des wärmenden Innenmaterials hatte ich bei Temperaturen um und unter dem Gefrierpunkt schnell kalte Füße. Wasserdichte Galoschen anderer Hersteller als Nässeschutz zu tragen wäre möglich, dabei würden aber die Zehen wegen des konventionellen Zuschnitts des Vorderfußes wieder zusammengeschoben, der gesundheitliche Effekt der Fünfzehenfreiheit wäre verloren.

Fazit:

Bei trockenem Wetter ohne Schnee und Temperaturen zwischen 0-10° ist der Schuh sehr angenehm zu tragen, für winterliche Verhältnisse unter 0° und bei Niederschlägen ist er untauglich. Jetzt gilt es den nächsten Bikila abzuwarten, der auch wasserdicht konzipiert und im Frühjahr auf den Markt kommen soll.