Prinzip:

Besserverdiener erhöhen das Einkommen von Geringverdienern durch eine freiwillige Spende.

Ursprung der Idee:

Eine meiner Patientinnen ist Reinigungsfachkraft und geht bei einer 25 h Woche mit einem dreistelligen Nettogehalt nach Hause. Für den Betrag muss ich erheblich kürzer arbeiten, wobei mein höheres Einkommen vollkommen berechtigt ist.

Da ich mich seit Jahren regelmäßig über die Ungerechtigkeit im Niedriglohnsektor echauffiere, aber nichts unternommen habe, schritt ich endlich zur Tat, indem ich dieser Patientin (un)regelmässig Geld zukommen lasse, damit ihr Gehalt wenigstens vierstellig wird. Darüber freuen wir uns beide.

Diese Idee wäre gut geeignet für eine weitere Verbreitung:

Vorteile:

Man kann sofort aktiv etwas gegen die klaffende Einkommensschere unternehmen, ohne sich auf Politik, Gewerkschaft oder Verbände raus zu reden, die nicht in die Gänge kommen.

Es ist eine vollkommen freiwillige Sache, keiner der Partner erhebt daraus einen Anspruch, der Spender spendet und der Empfänger empfängt, und kann das Geld allein nach seinem Gutdünken ausgeben, er muss keine Rechenschaft ablegen oder unterwürfigen Dank zeigen.

Der Spender hat das angenehme Gefühl des Schenkens. Unterschätzen Sie dieses Gefühl nicht.

Zudem können die Spender sich den Mitmenschen aussuchen, dem Sie etwas zukommen lassen wollen, und Sie finden sicher jemanden, von dem Sie wissen, dass er fleißig arbeitet, ohne annähernd ausreichend dafür entlohnt zu werden. Gezielt helfen statt Steuer-Gießkanne für alle.

Sollten die wirtschaftlichen Verhältnisse des Gebers sich ändern, kann er sofort die Spende einstellen, und der bisherige Empfänger muss das natürlich akzeptieren.

Ganz einfach und unbürokratisch.

Viel Freude.