Das Lymphödem

Durch eine angeborene Unterfunktion der Lymphgefässe oder operative Entfernung von Lymphknoten kann die Zwischenzellfĺüssigkeit nicht mehr ausreichend zum Herz zurücktransportiert werden. Dadurch bleiben zuviel Eiweisstoffe in der Matrix liegen, was zu Verklebungen bis hin zur Fibrosierung des Bindegewebes führen kann. Die Lymphstauungen erhöhen zudem den Gewebedruck und lösen dadurch Schmerzen aus.

Ein Lipödem ist dagegen eine angeborene Überproduktion von Fettzellen, die sich häufig erst in der Pubertät oder bei einer Schwangerschaft zeigen (Reithosenfigur).

Für die Betroffenen Frauen doppelt bitter, da sie sich in ihrer Attraktivität schon massiv gemindert sehen, und oben drein von Ärzten und Umwelt aufgefordert werden, sich beim Essen zu halten. Dabei könnten betroffene Frauen sich von einem Salatblatt täglich ernähren, den Fettzellen ist das völlig wurscht. Hier kann eine Lymphtherapie unterstützend angewandt werden, die Hauptbehandlungsform ist aber die Kompression mit Strümpfen oder Strumpfhosen nach Aufmaß, in extremer Form kann mittels einer Operation Fett abgesaugt werden, die dadurch entstehenden Hautfalten müssen danach entfernt, die Haut vernäht werden.

Interessenverbände von Betroffenen fordern seit Jahren, dass diese Operationen von Krankenkassen bezahlt werden müssen und nicht als Schönheitsoperation eingestuft werden (s. z.B. Zeitschrift Lymphe und Gesundheit).